Kurz gesagt
Dein Gehirn filtert Reize anders. Gute Strategien setzen an, bevor es zu viel wird.
Unterschiede in der Reizverarbeitung gehören zum Autismus und sind auch bei Erwachsenen mit ADHS häufig. Manche Sinne sind überempfindlich, andere suchen Reize.
Wer sein eigenes Profil kennt, kann Belastung besser planen, statt von ihr überrascht zu werden.
Drei Dinge zum Ausprobieren
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Reiz-Tagebuch führen
Notier ein bis zwei Wochen lang, welche Reize dich auslaugen und welche dir guttun: Licht, Lärm, Gerüche, Berührung, Menschenmengen. So siehst du dein Muster.
erste Studien · aus Erfahrung -
Notfall-Tasche packen
Kopfhörer oder Gehörschutz, Sonnenbrille, Kappe, ein Snack und Wasser. Gehörschutz gehört zu den häufigsten Strategien autistischer Erwachsener. Wie gut er wirkt, ist bei Erwachsenen noch kaum untersucht.
erste Studien · aus Erfahrung -
Einen Rückzugsort festlegen
Ein reizarmer Ort zu Hause, im Büro und unterwegs, an den du dich kurz zurückziehen kannst. Pausen direkt nach intensiven Situationen helfen, bevor das Fass überläuft.
erste Studien
Bei AuDHS anders
Typisch ist ein gemischtes Profil: Lärm und Licht meiden und gleichzeitig Bewegung, Musik oder Neues suchen, je nach Tagesform. Musik über Kopfhörer kann beides auf einmal leisten: Lärm abschirmen und Anregung geben.
„Ich kann im Großraumbüro nicht denken, aber mit Musik schon – deshalb.“
Quellen (5)
- Bijlenga et al. (2017): sensorische Profile bei ADHS-Erwachsenen
- Scheerer et al. (2024): sensorische Profile
- Sturrock et al. (2026): Hörstrategien autistischer Erwachsener
- MacLennan et al. (2023): öffentliche Räume und Rückzug
- Reiz-Fass: Bild aus der Community