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Energie & Burnout

Energie · Lesezeit 4 Min.

Kurz gesagt

Deine Energie ist anders verteilt. Wer den eigenen Akku kennt, kann Puffer einplanen und Burnout früher bemerken.

Autistisches Burnout ist inzwischen gut beschrieben: chronische Erschöpfung, Fähigkeiten, die plötzlich wegbrechen, und weniger Reizverträglichkeit. Ausgelöst wird es durch dauerhafte Überforderung und Masking.

Spät Erkannte erleben es oft als besonders verwirrend, weil sie lange nicht wussten, was los ist.

Bild aus der Community. Bei AuDHS ist die Anzeige manchmal ungenau, deshalb die Puffer.

Drei Dinge zum Ausprobieren

  1. Morgens den Akku-Stand schätzen

    Wie voll bist du heute? Bilder wie Akku, Löffel (Spoon Theory) oder Energiebuchhaltung helfen, Tätigkeiten als Verbraucher oder Lader einzuschätzen und den Tag danach zu planen.

    aus Erfahrung
  2. Puffer im Kalender

    Lass 20 bis 30 Prozent des Tages unverplant und plane nach sozialen Terminen direkt Erholung ein. Termine dauern länger, Wege kosten Kraft, und die eigene Schätzung liegt oft daneben.

    aus Erfahrung
  3. Die Burnout-Ampel

    Grün: Du hast Reserven. Gelb: mehr Reizempfindlichkeit, weniger Worte, kleine Dinge fallen schwer. Dann Termine streichen und Rückzug einplanen. Rot: Alltägliches bricht weg. Dann Anforderungen deutlich senken und Hilfe holen. Die Warnzeichen sind in Studien beschrieben, die Ampel selbst ist ein Bild aus der Praxis.

    erste Studien · aus Erfahrung

Bei AuDHS anders

Die ADHS-Seite kann Erschöpfung überdecken: Hyperfokus und Lust auf Neues lassen dich weitermachen, bis gar nichts mehr geht. Achte deshalb auf Frühwarnzeichen wie mehr Reizempfindlichkeit, weniger Worte oder Alltagsdinge, die plötzlich schwerfallen. Programme, die Burnout nachweislich vorbeugen, gibt es noch nicht.

„Ich habe jahrelang funktioniert und dann plötzlich gar nicht mehr – deshalb.“

Quellen (6)
  • Ali et al. (2025): systematischer Review zu autistischem Burnout
  • Raymaker et al. (2020): Definition autistisches Burnout
  • Ali, Mandy & Happé (2026): Burnout bei früh und spät Diagnostizierten
  • Mantzalas et al. (2022): Risiko- und Schutzfaktoren für Burnout
  • Miserandino (2003): Spoon Theory, persönlicher Essay
  • Energiebuchhaltung: Fachbücher, nicht im Original geprüft

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