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Gibt es einen AuDHS-Test?
Kurz gesagt: Nein. Einen geprüften Test, der Autismus und ADHS gemeinsam erkennt, gibt es nicht. Es gibt aber gute nächste Schritte, wenn du dich wiedererkennst.
Lesezeit 3 Minuten.
Was ein Selbsttest kann
- Dir Worte geben für Dinge, die du bisher nicht benennen konntest
- Ein Anstoß sein, mehr nachzulesen
- Dir Mut machen, eine Abklärung anzufragen
- Notizen liefern, die du zum Erstgespräch mitnimmst
Was er nicht kann
gut belegt- Eine Diagnose stellen oder ausschließen
- Autismus und ADHS auseinanderhalten, wenn sie sich gegenseitig verdecken
- Sehen, was hinter jahrelangem Anpassen steckt
- Andere Ursachen prüfen, etwa Schlafprobleme, Angst, Depression, Traumafolgen oder körperliche Ursachen
Woher wissen wir das?
- Ashwood et al. (2016): Kurzfragebogen AQ bei Erwachsenen in einer Spezialambulanz
- NICE-Leitlinie CG142 (Grundlage für „gut belegt“): Fragebögen nur als Filter, die Abklärung braucht Angaben zur Kindheit
- Arnold et al. (2026): Übersichtsarbeit zu Masking
Wenn du online einen Test machst
Schau, wer ihn anbietet: eine Klinik, eine Fachgesellschaft oder ein Unternehmen, das dir danach etwas verkaufen will? Lies, ob deine Antworten gespeichert werden. Antworten zu deiner psychischen Gesundheit sind nach der DSGVO besonders geschützte Daten.
Und wenn das Ergebnis niedrig ist, du dich aber trotzdem wiedererkennst: Das kann unter anderem am Masking liegen. Fragebögen sind bei Erwachsenen ohnehin ungenau. Vertrau deinem Eindruck genug, um ihn von Fachleuten prüfen zu lassen.
Häufige Fragen
Gibt es einen offiziellen AuDHS-Test?
Nein. Es gibt keinen geprüften Test, der Autismus und ADHS gemeinsam erfasst. Fachleute prüfen Autismus und ADHS jeweils für sich, mit Gesprächen, Fragebögen und Angaben zur Kindheit. Nicht jede Stelle klärt beides ab.
Sind Online-Selbsttests sinnvoll?
Sie können ein Anstoß sein, mehr nachzulesen oder eine Abklärung anzufragen. Eine Diagnose ersetzen sie nicht. Viele Online-Tests sind wissenschaftlich nicht geprüft, und manche speichern deine Antworten. Achte darauf, wer den Test anbietet und was mit deinen Daten passiert.
Warum zeigen Selbsttests bei AuDHS oft ein unklares Ergebnis?
Weil sich Autismus und ADHS gegenseitig verdecken können. Wer jahrelang maskiert hat, beantwortet Fragen manchmal so, wie es von außen aussieht, nicht so, wie es sich innen anfühlt. In einer Studie mit Erwachsenen einer Spezialambulanz lagen viele, die später eine Autismus-Diagnose bekamen, im Kurzfragebogen unter dem Grenzwert. Ein niedriges Ergebnis bedeutet deshalb nicht automatisch, dass nichts dahintersteckt.
Wie bekomme ich eine verlässliche Diagnose?
Über eine Abklärung bei Fachleuten, zum Beispiel bei Fachärzt:innen für Psychiatrie oder in Spezialambulanzen, in Österreich bei Autismus auch bei klinischen Psycholog:innen, in Deutschland auch bei Psychotherapeut:innen. Der erste Schritt ist oft die Hausärztin oder der Hausarzt. Die Wege und Kosten unterscheiden sich in Österreich, Deutschland und der Schweiz.
Bietet Aha, deshalb. einen Test an?
Nein, bewusst nicht. Wir sind eine Informationsseite, keine Ärzt:innen oder Therapeut:innen, und bieten weder Therapie noch Coaching noch Lebens- und Sozialberatung noch Einzelgespräche oder auf die individuelle Situation zugeschnittene Empfehlungen an. Wir speichern keine Gesundheitsdaten und wollen dir kein Ergebnis geben, das nach Diagnose klingt, aber keine ist.