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Hyperfokus & Interessen

Kopf & Tun · Lesezeit 3 Min.

Kurz gesagt

Deine Interessen sind eine Energiequelle. Wichtig ist nur, den Körper dabei nicht zu vergessen.

Viele autistische Menschen haben tiefe, beständige Interessen. Die Theorie des Monotropismus beschreibt, dass sich die Aufmerksamkeit stark auf wenige Dinge bündelt. Sie kommt aus der autistischen Community, ihre Prüfung steht noch am Anfang.

Studien zeigen: Wer seinen Interessen motiviert nachgeht, berichtet mehr Wohlbefinden, und viele nutzen Interessen, um sich zu beruhigen.

Drei Dinge zum Ausprobieren

  1. Interessen fest einplanen

    Zeit für das, was dich wirklich begeistert, ist keine Belohnung, die man sich verdienen muss. Sie kann auftanken. Plane sie ein wie einen Termin.

    erste Studien
  2. Aufgaben andocken

    Verbinde eine ungeliebte Aufgabe mit einem Interesse: die Ablage mit dem Lieblings-Podcast, das Lernen mit dem Thema, das dich gerade fesselt.

    aus Erfahrung
  3. Eine Essens-Erinnerung

    Ein Wecker für Essen, Trinken und Bewegung, wenn du weißt, dass ein langer Fokus-Block kommt. Hyperfokus übertönt Körpersignale.

    aus Erfahrung

Bei AuDHS anders

Autistische Interessen sind oft stabil und tief, ADHS-Interessen wechseln schneller. Bei AuDHS kann beides parallel laufen: ein Lebensthema und daneben ständig neue Projekte. Beides darf sein.

„Ich vergesse zu essen, wenn mich etwas fesselt – deshalb.“

Quellen (4)
  • Grove et al. (2018): Spezialinteressen und Wohlbefinden
  • Bayer & Dziobek (2026): Interessen und Emotionsregulation
  • Murray et al. (2005), Lawson (2025): Monotropismus
  • Pace-Tonna (2026): Review zu Hyperfokus und Flow

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