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Die ersten Wochen

Sieben kleine Schritte, keine Pflicht. Nimm, was dir guttut, und lass den Rest liegen.

Lesezeit 2 Minuten.

  1. Nichts Großes ändern

    Erst beobachten, dann anpassen. Du musst nicht sofort dein ganzes Leben umbauen.

    aus Erfahrung
  2. Verstehen

    Ein gutes Einstiegsbuch oder ein Angebot zur Psychoedukation, in deinem Tempo. Leitlinien empfehlen das als ersten Schritt nach der Diagnose.

    gut belegt
  3. Beobachten

    Notiere zwei Wochen lang kurz, was dich auslaugt und was dich auflädt. Ein Stichwort pro Tag reicht.

    aus Erfahrung
  4. Notfall-Tasche

    Gehörschutz oder Kopfhörer, Sonnenbrille, ein Snack, Wasser. Griffbereit für Tage, an denen alles zu viel ist.

    aus Erfahrung
  5. Puffer

    Nach jedem großen Termin eine Pause im Kalender. Auch nach schönen Treffen.

    aus Erfahrung
  6. Ein freundlicher Satz für dich

    Zum Beispiel: „Das ist kein Versagen, das ist mein Gehirn.“ In einer Studie sagte Selbstmitgefühl weniger spätere Angst und Depression voraus.

    erste Studien
  7. Andere Betroffene

    Lesen, hören oder treffen: Bücher, Podcasts, Selbsthilfegruppen. Austausch gehört für viele zu den stärksten Hilfen.

    erste Studien
Woher kommen diese Schritte?
  • Psychoedukation als erster Schritt: NICE CG142 und NG87, AWMF-S3-Leitlinie Autismus, Teil 2 (2021).
  • Selbstmitgefühl: Galvin, Howes & Richards (2024), Längsschnittstudie mit autistischen Erwachsenen.
  • Austausch mit anderen Betroffenen: Nayyar et al. (2025), Review; Crompton et al. (2022); Crane et al. (2021).
  • Beobachten, Notfall-Tasche, Puffer: Erfahrungswissen aus der Community. Gehörschutz wird von autistischen Erwachsenen häufig genutzt (Sturrock et al., 2026), seine Wirkung ist bei Erwachsenen aber kaum untersucht.

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